Nr 06 | 16.06.2023

Das Familienmitglied auf vier Pfoten - Marke beim Tierfutter ist enorm wichtig - Lebensmittelgeschäft / Drogeriemarkt und Zoofachgeschäft sind Primärquellen für alles rund ums Haustier

Rund 2 von 5 Österreicher:innen haben ein Haustier, also einen Hund, eine Katze, einen Vogel, Fische oder sonst ein Tier, zu Hause. In der Regel ist es eine Haustierart und nicht mehrere verschiedene Tierarten, nur acht Prozent der Bevölkerung besitzen mehr als eine Haustierart.

Die Motive für den Haustierbesitz sind eindeutig: Weil man Tiere mag, ein weiteres Familienmitglied hat und sich mit einem Tier wohlfühlt. Aber auch die allgemeine Lebensfreude und das Haustier als Gesprächspartner gegen Vereinsamung werden relativ häufig genannt.

Katzen und Hunde sind die häufigsten Tierarten, die die Österreicher:innen als Haustier halten, danach kommt länger nichts. Fertiges Trockenfutter wird am häufigsten verwendet, selbst gekocht wird für die Haustiere vergleichsweise wenig.

Beim Einkauf von Tierfutter zählt die Marke enorm, diese wird eigentlich nicht substituiert, maximal im Angebot oder als Aktion gekauft. Die Haupt-Einkaufsquellen sind der Supermarkt bzw. Drogeriemarkt und das Zoofachgeschäft.

39 Prozent der Österreicher:innen ab 16 Jahren haben ein Haustier zu Hause, bei 61 Prozent ist dies nicht der Fall. Vor allem wird Haustierbesitz von Frauen und Personen in Mehr-Personen-Haushalten überdurchschnittlich häufig genannt. Die Gruppe der 35- bis 59-Jährigen und Landbewohner:innen sind hierbei in diesem Zusammenhang auch noch zu nennen.

Unter den Tierbesitzer:innen sind vor allem zwei Lieblingstierarten für den eigenen Haushalt messbar: Die Hauskatze und der Hund. Alle anderen Tiergattungen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Somit haben die Haustiere der Österreicher:innen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vier Pfoten.

Die Motive für den Haustierbesitz sind eindeutig: Weil man Tiere mag, man ein weiteres Familienmitglied hat und sich mit einem Tier wohlfühlt. Somit haben die Tierbesitzer:innen ein weiteres Familienmitglied, nämlich eines auf vier Pfoten! Aber auch die allgemeine Lebensfreude und das Haustier als Gesprächspartner gegen Vereinsamung werden relativ häufig genannt.

Dabei ist die Detailanalyse spannend: Die Generation 60+ äußert dabei das Motiv, jemanden zum Sprechen zu haben, der zuhört und gegen die Einsamkeit hilft, häufiger im Vergleich zu den jüngeren Haustierbesitzer:innen. Auch Katzen- und Hundebesitzer:innen unterscheiden sich in ein paar Motivlagen: Hundebesitzer:innen kommen durch den Hund häufiger in die Natur, haben jemanden zum Spazierengehen und lernen dabei andere Menschen kennen.

Am häufigsten wird Trockenfutter für die Haustiere gekauft, gefolgt von fertigem Feuchtfutter. Bei der Kaufentscheidung für Futter scheint die Marke eine entscheidende Rolle einzunehmen. Nur wenige greifen zu anderen Marken, weil sie billiger sind. Die Haupt-Einkaufsquellen sind der Supermarkt bzw. Drogeriemarkt und das Zoofachgeschäft.


Dokumentation    

Zeitraum der Umfrage: 5. – 27. April 2023

Sample: n=1.008 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face, Mehr-Themen-Umfrage, IMAS International Eigenstudie

Archiv-Nummer der Umfrage: 023041

Vollständiger Report mit zusätzlichen Charts

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