AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 04 | 2018

 

 
 

DIE ÖSTERREICHISCHE „TRAUMWELT“ – DER SCHLAF AUF DER DEMOSKOPISCHEN WAAGSCHALE

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

Im Durchschnitt verbringen die Österreicher an einem Wochentag nächtens rund 7 Stunden im Bett, rund 8 Prozent sogar zwischen 8,5 und 10 Stunden. Interessanterweise zeigen sich unter der Woche nur geringe Unterschiede in der Schlafdauer nach Alter oder Geschlecht. Am Wochenende schlafen die Österreicher etwas länger, hier liegt der Durchschnitt bei 7,9 Stunden. Dies entspricht auch der optimalen Schlafdauer in den Augen der Bevölkerung.

Jeder Zweite schläft insgesamt sehr gut, rund 40 Prozent schlafen zumindest einigermaßen. 45 Prozent wachen zumindest einmal in der Nacht auf, die größten Probleme beim Schlaf sind psychische Belastungen, Schmerzen und Durchschlafprobleme. Die relative Mehrheit der Österreicher geht in der Regel zwischen 22:00 und 23:00 Uhr ins Bett, rund 21 Prozent der Bevölkerung bereits davor. Die durchschnittliche Dauer bis zum Einschlafen liegt bei rund 18 Minuten. Männer schlafen schneller ein als Frauen, nach Lebensphasen brauchen die Senioren am längsten. Typische Maßnahmen für ein besseres Einschlafen sind vor allem Fernsehen, warm duschen, Lesen und Musik hören. Medikamente oder Tagebücher werden kaum angewandt, das „Schäfchen zählen“ ist auch nicht mehr modern.

Die erinnerten Träume sind meist positiv oder neutral und handeln häufig von Freunden bzw. Bekannten.

Einen hohen Anteil unserer Lebenszeit verbringen wir im Bett und versuchen, uns im Schlaf zu regenerieren.

Der IMAS Forschungsstab ging zum ersten Mal dieser Lebenszeit empirisch auf den Grund, beschäftigte sich also intensiv mit den Schlafgewohnheiten der Österreicher.

In Bezug auf die Schlafdauer zeigt sich folgendes Ergebnis: Im Durchschnitt verbringen die Österreicher an einem Wochentag nächtens rund 7 Stunden im Bett, rund 8 Prozent sogar zwischen 8,5 und 10 Stunden. Mit nur wenig nächtlicher Regenerationszeit kommt rund jeder Fünfte aus, dieser braucht unter der Woche nur bis zu 6 Stunden Schlaf pro Nacht. Interessanterweise zeigen sich unter der Woche nur geringe Unterschiede in der Schlafdauer nach Alter oder Geschlecht. Am Wochenende schlafen die Österreicher etwas länger, hier liegt der Durchschnitt bei 7,9 Stunden. Dies entspricht auch der optimalen Schlafdauer in den Augen der Bevölkerung. Auch am Wochenende schlafen Männer und Frauen in etwa gleich lang. Dafür zeigen sich Unterschiede abhängig vom Alter: Hier schlafen Jüngere durchschnittlich eine Stunde länger als die 60+ Generation.

 

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Die Zufriedenheit mit diesen nächtlichen Stunden ist enorm. Jeder Zweite schläft insgesamt sehr gut, rund 40 Prozent schlafen zumindest einigermaßen. Nur rund jeder Zehnte schläft nach eigenen Angaben eigentlich nicht gut. In dieser Forschungsdimension zeigen sich Unterschiede nach Alter und Lebensphasen. Als Faustregel gilt, je jünger desto besser schläft man.

45 Prozent wachen zumindest einmal in der Nacht auf; im Detail sind es 17 Prozent der Bevölkerung, die mehrmals pro Nacht aufwachen. Jeder Zweite bleibt vom Aufwachen während der Nacht verschont.

Die größten Probleme in der Nacht sind vor allem psychische Belastungen bzw. Sorgen, körperliche Schmerzen und Durchschlafprobleme. Die relative Mehrheit der Österreicher geht in der Regel zwischen 22:00 und 23:00 Uhr ins Bett, rund 21 Prozent der Bevölkerung bereits vor dieser Zeitspanne.

Die durchschnittliche Dauer bis zum Einschlafen liegt bei rund 18 Minuten. Männer schlafen schneller ein als Frauen, nach Lebensphasen brauchen die Senioren am längsten. Typische Maßnahmen für ein besseres Einschlafen sind vor allem Fernsehen, warm duschen, Lesen und Musik hören. Medikamente oder Tagebücher werden kaum angewandt, das „Schäfchen zählen“ ist auch nicht mehr modern.

Rund jeder Vierte kann sich an seine Träume erinnern, wobei sich die Altersgruppe 60+ vergleichsweise seltener an die eigene Traumwelt erinnert.

Für die meisten Österreicher sind die Träume neutral oder positiv. Im Verhältnis 34 zu 17 überwiegen die positiven Gedanken in der Nacht gegenüber den negativen. Für rund jeden Dritten sind die Träume neutral, für ein Fünftel beinhalten diese alle Varianten.

Mit dem Traum werden vor allem Emotionen wie Zufriedenheit, glücklich sein, Aufregung und Hoffnung verbunden. Negative Aspekte wie Angst, Stress und Verwirrung folgen erst im Anschluss an diese positiven Gefühle.

Die klassischen Trauminhalte der Österreicher umfassen lebende Verwandte, Freunde und Bekannte, gefolgt von der Schule, dem Studium bzw. der Arbeit, unbekannten Personen und Festen bzw. Partys. Übernatürliches, Fabelwesen und Co. spielen dabei, wie auch Schlangen, die Suche nach der Toilette oder in einer Falle zu stecken, kaum eine Rolle in der Nachtphase der Bevölkerung. 

 

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 6. Dezember 2017 – 1. Jänner 2018

Sample: n=1.037 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 017121

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PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Schlaf...