AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 25 | 2017

 

 
 

WEIHNACHTEN 2017: EINKAUFSVERHALTEN UND DIE PLANUNGEN FÜR DEN HEILIGEN ABEND

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

Mehr als zwei Fünftel der Österreicher machen Weihnachtseinkäufe Spaß, insbesondere Frauen und jüngeren Personen. Für 27 Prozent der Bevölkerung sind die Einkäufe in der Adventszeit hingegen eher eine Belastung und rund drei von zehn Österreichern können sich in dieser Einschätzung nicht entscheiden und empfinden demnach sowohl Lust als auch Frust rund um die weihnachtliche Geschenketour. Die Planungen für die Weihnachtsgeschenke beginnen zumeist rund vier Wochen vor dem Heiligen Abend, kaum jemand kauft selbst am 24.12. noch ein. Meist werden vier bis sechs Personen beschenkt, wobei die Shopping-Tour in der Regel zum Großteil nicht online erfolgt. Genau genommen werden im Durchschnitt nur 14 Prozent der Geschenke im Internet bestellt, während rund drei Viertel direkt im Geschäft besorgt werden. 16-34-Jährige tendieren am stärksten zur virtuellen Bestellung, wobei auch in diesem Alterssegment der Einkauf am Point of Sale klar überwiegt. Knapp jeder Zehnte beschenkt seine Liebsten auch mit selbst gemachten Sachen. Lieblingshauptspeise zu Weihnachten sind Würstel, gefolgt von einer kalten Platte, Fisch und Braten, wobei auch Süßes am Heiligen Abend nicht fehlen darf.

Alle Jahre wieder werden zu Weihnachten viele Traditionen und Brauchtümer in Österreich gelebt. Wie aus IMAS-Studien der letzten Monate eindeutig hervorging, gelten das Leben der verschiedenen Rituale im Jahreskreis und das Hochhalten der österreichischen Kultur in der Bevölkerung als besonders wichtig.

IMAS International ging wiederum der Frage nach, welche Hauptspeisen traditionell am Heiligen Abend aufgetischt werden: Lieblingshauptspeise zu Weihnachten sind Würstel bzw. Bratwürstel, gefolgt von einer kalten Platte, Fisch und Schweins-, Rinds- bzw. Kalbsbraten, wobei auch Süßes am Heiligen Abend nicht fehlen darf. Insbesondere die Süßspeisen nehmen im Vergleich zum Jahr 2015 deutlich zu und liegen somit weihnachtlich im Trend.

Insgesamt wird die stille Nacht im engeren sozialen Kreis verbracht, im Durchschnitt feiert man mit etwa fünf Personen rund um den festlich geschmückten Weihnachtsbaum. Genau genommen sind es 36 Prozent der Bevölkerung, die zwischen vier und sechs Personen einladen. Je jünger die Befragten, desto größer sind in der Tendenz auch die Gruppen am Weihnachtsabend.

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Mehr als zwei Fünftel der Österreicher machen Weihnachtseinkäufe Spaß, insbesondere Frauen und jüngeren Personen. Genau genommen sind es 52 Prozent der Frauen, die die Aussage „Weihnachtseinkäufe machen Spaß“ deutlich unterstreichen. Für 27 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind die Einkäufe in der Adventszeit hingegen eher eine Belastung, insbesondere für Männer halten sich in dieser Frage Spaß und Belastung die Waage. Drei von zehn Österreichern können sich in dieser Einschätzung nicht entscheiden und empfinden demnach beides, also Lust und Frust rund um die weihnachtliche Geschenketour.

Die Planungen für die Weihnachtsgeschenke beginnen zumeist rund vier Wochen vor dem Heiligen Abend, kaum jemand kauft selbst am 24.12. noch ein. Somit scheint eine zumindest mittelfristige Planung bei den Österreichern hoch im Kurs zu stehen. Frauen überlegen sich ihre Geschenkideen in der Regel ein wenig früher als Männer. Abgeschlossen werden die Weihnachtseinkäufe etwas später, eine Woche vor Weihnachten scheint die Hauptsaison für den Einkauf der letzten Präsente zu sein. Es ist rund die Hälfte der Bevölkerung, die kurz vor der letzten Woche vor Weihnachten oder innerhalb der letzten sieben Tage ihre letzten Geschenke besorgt.

 

Im Durchschnitt werden sechs Personen beschenkt, wobei die Shopping-Tour in der Regel zum Großteil nicht online erfolgt. Genau genommen werden im Durchschnitt nur 14 Prozent der Geschenke im Internet bestellt, während rund drei Viertel direkt im Geschäft, also im stationären Handel, besorgt werden. Die Gruppe der unter 34-Jährigen tendiert am stärksten zur virtuellen Bestellung, wobei auch in diesem Alterssegment klar der Einkauf am Point of Sale überwiegt. Der Trend ist stabil, der stationäre Handel kann im Weihnachtsgeschäft weiterhin punkten.

 

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 12. Oktober – 7. November 2017

Sample: n=1.151 Personen, statistisch repräsentativ für die öster-reichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 017101

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PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Weihnachten 2017...