AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 15 | 2019

 

 
 

STILLE NACHT – HARMONIE MIT RELATIV HOHEM STRESSLEVEL

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

Drei von vier Österreichern empfinden die Weihnachtsfeiertage eher als harmonisch, nur bei vier Prozent kommt es eher zu Streitigkeiten. Pattstellung beim Stresslevel: Nahezu gleich große Gruppen verknüpfen mit der Zeit vor Weihnachten Stress bzw. keinen Stress. Genau genommen sind es 49 Prozent, die diesen Zeitraum zumindest etwas stressig empfinden und 49 Prozent verspüren das Gegenteil. Interessanterweise haben mehr als drei Fünftel der Befragten den Eindruck, dass andere Personen es als zumindest etwas stressiger empfinden.

Die Österreicher feiern im Durchschnitt mit rund vier bis fünf weiteren Personen den Weihnachtsabend und halten es kulinarisch mit ihrer Tradition: Am ehesten werden süße Speisen, Fisch, Würstel oder kalte Platten serviert. Seit 2015 legen Süßspeisen deutlich zu.

Weihnachtseinkäufe machen der Bevölkerung – insbesondere den Frauen – Spaß, rund drei von fünf weiblichen Befragten geben dies zu Protokoll. Im Trend zu letztem Jahr ist der Fun-Faktor stabil, seit 2014 nimmt die Belastung deutlich ab und die Freude am Einkaufen zu.

Mehr als die Hälfte der Österreicher beginnt schon bis zu einen Monat vor dem Heiligen Abend, sich Gedanken über die Geschenke für ihre Liebsten zu machen. Abgeschlossen sind diese Ideen und die Packerl gekauft am ehesten rund eine Woche vor dem 24. Dezember. Immerhin elf Prozent sind erst direkt am Weihnachtstag selbst mit ihren Geschenkeinkäufen fertig.

Alle Jahre wieder kommt sie, die Weihnachtszeit. Wie jedes Jahr stand für den IMAS-Forschungsstab die Adventszeit im Fokus – das Einkaufsverhalten, die Kulinarik und die emotionale Einschätzung des Heiligen Abends. Wie harmonisch läuft die Weihnachtszeit ab? Wie hoch ist der Stresslevel wirklich? Wie hoch schätzen wir den Stresslevel bei unseren Freunden, Bekannten und in der Bevölkerung ein?

Der Stresslevel ist für 14 Prozent der Österreicher relativ hoch, für ein weiteres Drittel einigermaßen hoch. Es ergibt sich eine Pattstellung: Nahezu gleich große Gruppen verbinden mit dieser Zeit vor Weihnachten Stress bzw. keinen Stress. Genau genommen sind es 49 Prozent, die diesen Zeitraum zumindest etwas stressig empfinden und 49 Prozent die den Stress in dieser Frage nahezu ausschließen.

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Genauer betrachtet ist es ein Viertel der Österreicher, die die Weihnachtszeit als überhaupt nicht stressig empfindet. Interessantes Detail: Kaum eine soziodemografische Gruppe weicht deutlich vom Gesamtergebnis ab. Personen aber, die schon die Weihnachtseinkäufe als Belastung empfinden, geben einen hohen Stresslevel an.

Der Heilige Abend wird in der Regel im engeren sozialen Kreis gefeiert, im Durchschnitt nehmen rund 5,3 Personen am Festtisch Platz. Diese Anzahl hält sich in den letzten Jahren relativ stabil. Kulinarisch hält der Österreicher die Traditionen hoch: Am ehesten werden süße Speisen, Fisch, Würstel oder kalte Platten serviert. Die Jüngeren tendieren eher zu Süßspeisen und Raclette als die Älteren, umgekehrt sind Würstel und Karpfen häufiger bei der Generation 60+ anzutreffen. Die Süßspeisen erfreuen sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit.

Insgesamt scheinen die Weihnachtsfeiertage im Großen und Ganzen harmonisch abzulaufen, drei von vier Österreichern äußern dies. Die Ergebnisse ziehen sich gleichförmig über nahezu alle Bevölkerungsgruppen.

Weihnachten ohne Geschenke? Dies würde aber auch weniger Freude bedeuten, vor allem beim Käufer der Geschenke. Fast jeder Zweite gibt an, dass ihm die Weihnachtseinkäufe Spaß machen, was ein stabiles Ergebnis seit dem letzten Jahr bedeutet und somit der höchste gemessene Wert seit 2014 ist.

Vor allem Frauen genießen diese Zeit, fast drei von fünf sind mit Begeisterung beim Einkauf, nur für ein Fünftel der weiblichen Bevölkerung ist dies nicht der Fall und der Weihnachtseinkauf eine Belastung. Als Faustregel gilt: Seit 2014 nimmt die Belastung deutlich ab und die Freude am Einkaufen zu.

Mehr als die Hälfte der Österreicher beginnt schon bis zu einen Monat vor dem Heiligen Abend, sich Gedanken über die Geschenke für ihre Liebsten zu machen. Abgeschlossen sind diese Ideen und die Packerl gekauft am ehesten rund eine Woche vor dem 24. Dezember. Elf Prozent immerhin sind erst direkt am Weihnachtstag selbst mit ihren Geschenkeinkäufen fertig. Es scheint, dass diejenigen, die den Weihnachtseinkauf als Belastung empfinden, auch etwas später damit anfangen. Diejenigen, die früher ihre Geschenke planen, sind weniger gestresst und haben mehr Freude bei den Besorgungen.

 

 

 

 

 

 

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 23. Oktober – 20. November 2019

Sample:n=1.004 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 019101

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PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Weihnachten...