AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 09 | 2019

 

 
 

WERTSCHÄTZUNG UND ANERKENNUNG ALS KERNELEMENT IN MENSCHLICHEN BEZIEHUNGEN

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

Drei von vier Österreichern halten die Wertschätzung und Anerkennung im eigenen sozialen Umfeld für sehr wichtig (Note 1+2). Jüngere Personen und Bewohner des ländlichen Raums sind davon überdurchschnittlich stark überzeugt. Anerkennung kann sich durch Lob bzw. Komplimente, Respekt und Freundlichkeit auswirken. Materielle Dinge werden in diesem Zusammenhang kaum genannt.

Grundsätzlich fühlen sich die Österreicher wertgeschätzt, wobei die Erwartungshaltung die tatsächlich entgegengebrachte Wertschätzung doch deutlich übersteigt. Im direkten Vergleich steht es 48 zu 33 in der Ausprägung der Note 1. Ein Drittel hat noch dazu den Eindruck, dass sich die Wertschätzung im eigenen sozialen Umfeld in den letzten 5 bis 7 Jahren verringert hat.

Am wichtigsten ist die Anerkennung im direkten sozialen Umfeld, also vom Partner, vom eigenen Freundeskreis und innerhalb der Familie. Interessanterweise ist der Unterschied zwischen der Bedeutung und der tatsächlich erlebten Wertschätzung in der Partnerschaft und im Büro (vom Vorgesetzten) am größten.

Die Gesellschaft wird heterogener, in vielen Bereichen scheinen sich auch die persönlichen Wertewelten voneinander zu differenzieren. Wenn es aber um den Umgang der Menschen untereinander geht, zeichnet sich ein klares Votum ab: Wertschätzung und Anerkennung sind zentrale Anforderungen in unserem Leben miteinander.

Genau genommen sind es 73 Prozent der Österreicher, die diese Art des Umgangs als sehr wichtig einschätzen (Note 1+2). Im Durchschnitt bedeutet dies auf einer 7-stufigen Skala den Wert 1,9. Personen unter 35 Jahren und Bewohner des ländlichen Raums halten den wertschätzenden Umgang für noch wichtiger als ihre Gegengruppen.

Auf eine offene Frage - also eine Fragestellung ohne Antwortvorgaben - werden dem IMAS vor allem drei Aspekte für die Anerkennung im persönlichen Umfeld genannt: Es sind "Lob, Kompliment", "Respekt, Achtung, Toleranz" und "Freundlichkeit, freundlich, freundliche Worte". Materielle Dinge werden in diesem Zusammenhang kaum genannt. Wertschätzung scheint bereits im wahrsten Sinne des Wortes einen Wert an sich zu besitzen und erfordert somit nicht noch weitere Anreize.

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Grundsätzlich fühlen sich die Österreicher wertgeschätzt, wobei die Erwartungshaltung die tatsächlich entgegengebrachte Wertschätzung doch deutlich übersteigt. Im direkten Vergleich steht es 48 zu 33 in der Ausprägung der Note 1.

Ein Drittel hat noch dazu den Eindruck, dass sich die Wertschätzung im eigenen sozialen Umfeld in den letzten 5 bis 7 Jahren verringert hat. Vor allem die Generation 60+ hat diesen Eindruck. In dieser Altersgruppe sind es 40 Prozent, die diese Ansicht teilen. Menschen mit höherer Bildung schließen diese Entwicklung hingegen in einer absoluten Mehrheit aus.

Am wichtigsten ist die Anerkennung im direkten sozialen Umfeld, also vom Partner, vom eigenen Freundeskreis und innerhalb der Familie. Danach folgen Wertschätzung des eigenen Chefs, der Kollegen oder in einem Geschäft seitens des Verkaufspersonals.

Interessanterweise ist der Unterschied zwischen der Bedeutung und der tatsächlich erlebten Wertschätzung in der Partnerschaft und im Büro (vom Vorgesetzten) am größten.

 

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 13. Februar – 8. März 2019

Sample: n=1.033 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 019021

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PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Anerkennung...