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AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 08 | 2019

 

 
 

EUROPA STEHT FÜR WOHLSTAND, GESCHICHTE SOWIE VIELE KULTUREN UND SPRACHEN

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

In einer offenen Fragestellung geben die Österreicher vor allem drei Eigenschaften Europas an, die uns vom Rest der Welt unterscheiden: Es sind unsere Kultur und Geschichte, unsere Lebensqualität verbunden mit unserem Wohlstand und die Vielfalt von Kulturen, Religionen und Sprachen. Technischer Fortschritt, Biotechnologien oder Digitalisierungsaspekte werden kaum genannt. Auch der Umweltschutz dient nicht als Abgrenzungsmerkmal in dieser spontanen Abfrage.

Knapp zwei Fünftel der Österreicher fühlen sich voll und ganz als Europäer, ein weiteres Viertel einigermaßen (Note 2). Interessanterweise lehnen nur sieben Prozent dieses Gefühl der Zugehörigkeit ab.

Rund drei Monate vor der EU-Wahl gibt rund jeder Zweite dem IMAS zu Protokoll, zumindest ziemlich fest die Absicht zu haben, an der EU-Wahl am 26. Mai teilzunehmen. Der Rest ist sich noch nicht sicher beziehungsweise kann dazu noch nichts sagen.

Vom Wettbewerb der Regionen ist schon längst in unterschiedlichen Publikationen, Festtagsreden und Standortstudien die Rede. Der Wettbewerb der Kontinente ist aber in einer globalisierten Welt ebenso interessant und wichtig. In vielen - vor allem technischen - Bereichen ist der Wettlauf um die besten Ideen und Zukunftstechnologien zwischen den Kontinenten schon längst gestartet.

Daher ging der IMAS Forschungsstab der Frage nach, inwieweit die Österreicher Unterschiede - eventuell somit auch Wettbewerbsvorteile - zwischen Europa und dem Rest der Welt feststellen.

Dazu wurde eine offene Fragestellung gewählt, bei der die Befragten ihre spontanen Assoziationen frei ohne Vorgabe in Stichwörtern äußern konnten. Die rund 1.000 repräsentativ ausgewählten Bewohner der Alpenrepublik sind sich sicher: Es sind vor allem drei Eigenschaften Europas, die uns vom Rest der Welt unterscheiden: Unsere Kultur und Geschichte, unsere Lebensqualität verbunden mit unserem Wohlstand und die Vielfalt von Kulturen, Religionen und Sprachen.

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Danach folgen das Sozialsystem und der Frieden. Insgesamt werden durchschnittlich zwei Unterscheidungsmerkmale genannt. Ein gutes Viertel der Befragten äußert sogar drei oder mehr Aspekte.

Interessanterweise werden der technische Fortschritt, Biotechnologien oder Digitalisierungsaspekte kaum genannt. Auch der Umweltschutz dient nicht als Abgrenzungsmerkmal in dieser spontanen Abfrage. Zudem sind Modernität, Zukunftskompetenz oder auch unser Bildungssystem nur gering im Bewusstsein der Österreicher als Unterscheidungsmerkmal verankert.

Rund um das Gefühl der Zugehörigkeit überrascht ein Ergebnis: Knapp zwei Fünftel fühlen sich voll und ganz als Europäer, ein weiteres Viertel zumindest einigermaßen (Note 2). Interessanterweise lehnen nur sieben Prozent dieses Gefühl der Zugehörigkeit ab. Insbesondere Personen mit höherer Bildung neigen überdurchschnittlich zum klaren Bekenntnis zu Europa.

Rund drei Monate vor der EU-Wahl gibt rund jeder Zweite dem IMAS zu Protokoll, zumindest ziemlich fest die Absicht zu haben, an der EU-Wahl am 26. Mai teilzunehmen.  

Der Rest ist sich noch nicht sicher beziehungsweise kann dazu noch nichts sagen. Es sind insbesondere Personen mit höherer Bildung, die überdurchschnittlich ihre Wahlteilnahmeabsicht kundtun. Weiters steigt diese auch mit dem Alter.

Zum aktuellen Zeitpunkt kann somit nicht mit einer deutlichen Steigerung der Wahlbeteiligung bei den Wahlen zum Europäischen Parlament gerechnet werden. 

 

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 13. Februar – 8. März 2019

Sample: n=1.033 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 019021

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PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Europa...