AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 07 | 2019

 

 
 

WENN SICH LEISTUNG NICHT MEHR AUSZAHLT UND DER SOZIALE FAHRSTUHL NACH OBEN NOCH WARTET

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

Knapp jeder zweite Österreicher ist zumindest einigermaßen der Meinung, dass sich Leistung im Beruf in Österreich nicht mehr wirklich auszahlt. Eine nahezu ident große Gruppe ist aber vom Gegenteil überzeugt.

Knapp zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass es heutzutage noch möglich ist, durch eigene Kraft und viel Arbeit sozial aufzusteigen. Im eigenen Leben spielt der soziale Aufstieg – wie die Trendergebnisse zeigen – eine immer wichtiger werdende Rolle, ist aber nur von einem Viertel sehr stark im eigenen Leben verankert.

Lebenslanges Lernen und Fleiß sind unbestrittene Aspekte des modernen Lebens: 9 von 10 Österreicher meinen, dass lebenslanges Lernen zumindest einigermaßen wichtig für die eigene Person ist. Eine ähnlich große Gruppe sieht Fleiß und Leistung als zumindest einigermaßen wichtig für den Fortschritt und Wohlstand der Gesellschaft.

Der OÖ Leistungspreis geht in seine vierte „Runde“. Dabei sollen Menschen, die in ihrem Leben Unglaubliches geleistet haben, vor den Vorhang geholt werden. Bei alledem geht es um nahezu jegliche Art von Leistung, vom ehrenamtlichen Engagement, über eine spezielle Unternehmensidee bis zum Sozialprojekt. Die Preisträger der vergangenen Jahre sind eine vielfältige, heterogene Gruppe.

Die soziale Marktwirtschaft geht neben der sozialen Absicherung für individuelle Risiken auch vom Wettbewerbs- und Leistungsgedanken aus. Daher ging der IMAS Forschungsstab der Frage nach, wie aktuell Leistung im Beruf noch gewürdigt wird und welchen Eindruck die Bevölkerung von den Möglichkeiten des sozialen Aufstiegs hat.

Knapp jeder zweite Österreicher ist zumindest einigermaßen der Meinung, dass sich Leistung im Beruf nicht mehr auszahlt, auch die unselbständig Erwerbstätigen teilen diese Ansicht mit einer nahezu identen Ausprägung in dieser Abfrage. Ebenfalls knapp die Hälfte der Bevölkerung ist jedoch vom Gegenteil überzeugt.

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Nach soziodemografischen Kriterien lassen sich kaum Unterschiede in diesem Bewusstseinsbild feststellen. Es scheint sich um ein alle Gruppen umfassendes Meinungsbild zu handeln.

Knapp zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass es heutzutage noch möglich ist, durch eigene Kraft und viel Arbeit sozial aufzusteigen. Frauen, jüngere Personen und Menschen aus dem ländlichen Raum sind überdurchschnittlich stark davon überzeugt.

43 Prozent sind zudem der Überzeugung (88 Prozent zumindest einigermaßen), dass es für den Fortschritt und Wohlstand wichtig ist, genügend Menschen mit Aufstiegsorientierung in der Bevölkerung zu haben. Menschen mit höherer Ausbildung sind davon besonders stark überzeugt.

Im eigenen Leben spielt der soziale Aufstieg – wie die Trendergebnisse zeigen – eine wichtiger werdende Rolle, ist aber nur von einem Viertel (27 Prozent) sehr stark im eigenen Leben verankert.

Lebenslanges Lernen und Fleiß sind unbestrittene Aspekte des modernen Lebens: 9 von 10 Österreicher meinen, dass lebenslanges Lernen zumindest einigermaßen wichtig für die eigene Person ist. Eine ähnlich große Gruppe sieht Fleiß und Leistung als zumindest einigermaßen wichtig für den Fortschritt und Wohlstand der Gesellschaft.

 

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 13. Februar – 8. März 2019

Sample: n=1.033 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 019021

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PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Leistungspreis...