AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 22 | 2018

 

 
 

KÖNIG FUSSBALL REGIERT DIE MÄNNERWELT – EIN KNAPPES DRITTEL DER BEVÖLKERUNG INTERESSIERT SICH FÜR TV–ÜBERTRAGUNGEN – NAHEZU JEDER ZWEITE MANN IST IM BANN

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

Das Interesse an Fußball ist enorm, knapp ein Drittel der österreichischen Bevölkerung ist an TV-Fußballübertragungen interessiert. Rund jeder Zweite gibt sein Desinteresse zu Protokoll. Insbesondere Männer, über alle Altersschichten und sozialen Niveaus hinweg, sind vom Kampf rund um den Lederball fasziniert. Insgesamt ist das TV-Interesse stabil, die Messungen rund um die jeweiligen Fußball-WMs zeigen dies deutlich. Ein ähnliches Niveau erreichte auch die Fußball-WM in Russland. 30 Prozent der Bevölkerung haben das größte Sportereignis der Welt mitverfolgt. Kaum ein Ereignis bzw. kaum eine Sportart ruft so flächendeckendes Interesse hervor.

Eine Typologie der österreichischen Bevölkerung zeigt dies deutlich: Ein Viertel der Bevölkerung der Alpenrepublik ist Fußball- und WM-affin, jeweils fünf Prozent unterscheiden zwischen Fußball allgemein und der WM. Die große Mehrheit von drei Fünfteln der Bevölkerung ist weder am Fußball allgemein noch an der Weltmeisterschaft interessiert. Deutliche Unterschiede nach Geschlecht: 45 Prozent der Männer sind sehr Fußball- und WM-affin.

 

Werbeerinnerung: Insgesamt können sich sowohl die Gesamtbevölkerung als auch die Fußball-Affinen an rund zwei Sponsoren der WM erinnern. Die Abfrage im August zeigte ein spannendes Phänomen: Die Werbung wirkt nicht nur auf die Sportartsympathisanten sondern auch auf den Rest der Bevölkerung.

Alle vier Jahre messen sich die besten Fußball-Teams bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Heuer fand die WM in Russland, 2014 in Brasilien und 2010 in Südafrika statt. Rund um den Erdball fasziniert dieser Teamsport die Menschen und das, obwohl viele der Interessierten diesen Sport oft nicht selbst aktiv ausüben. Die ÖVA (Österreichische Verbraucheranalyse) zeigt zumindest für die österreichische Bevölkerung deutlich auf, dass Fußball in jungen Jahren aktiv ausgeübt wird und später nur noch passiv vom Fernsehsessel aus.

Zu Jahresende 2018 veröffentlicht nun der IMAS Forschungsstab einen kleinen Rückblick auf die fußballerischen Festtage rund um die Weltmeisterschaft in Russland. Dabei steht auch der Trend zu den Messungen aus 2010 und 2014 im Vordergrund.

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Ganz allgemein betrachtet ist das Interesse an Fußball in Österreich enorm, knapp ein Drittel der österreichischen Bevölkerung ist an TV-Fußballübertragungen interessiert. Insbesondere Männer, über alle Altersschichten und sozialen Niveaus hinweg, sind vom Kampf rund um den Lederball fasziniert. Den weiblichen Teil der Bevölkerung spricht dieser Sport deutlich weniger an, es gibt kaum Frauen die sich sehr stark für TV-Fußballübertragungen interessieren. Im Übrigen: Rund jeder zweite Österreicher gibt sogar sein Desinteresse zu Protokoll.

Insgesamt ist das TV-Interesse über die letzten acht Jahre stabil, die Messungen rund um die jeweiligen Fußball-WMs zeigen dies deutlich.

Ein ähnliches Niveau wie die WM in Südafrika und die WM in Brasilien erreichte auch die Fußball-WM in Russland. 30 Prozent der Bevölkerung haben das größte Sportereignis der Welt mitverfolgt. Kaum ein Ereignis bzw. kaum eine Sportart ruft so flächendeckendes Interesse hervor.

Eine Typologie der österreichischen Bevölkerung zeigt dies deutlich:

  • Ein Viertel der Bevölkerung der Alpenrepublik ist Fußball- und WM-affin.
  • Jeweils fünf Prozent unterscheiden zwischen Interesse für Fußball allgemein und Interesse an der WM.
  • Die große Mehrheit von drei Fünfteln der Bevölkerung ist weder am Fußball allgemein noch an der Weltmeisterschaft interessiert. Deutliche Unterschiede nach Geschlecht: 45 Prozent der Männer sind sehr Fußball- und WM-affin.

Im Vergleich dazu ist es eine Minderheit von sechs Prozent der Frauen, die auch beides, also Fußball allgemein und die Fußball-WM, faszinierend finden. Nach Alter, Bildung und Wohnort ergeben sich kaum relevante Abweichungen.

Weiters wurde in dieser Umfrage auch die spontane Werbeerinnerung abgefragt, also Marken, die im Umfeld der WM aufgefallen sind. Insgesamt kann sich die Bevölkerung an rund zwei Sponsoren der WM erinnern. Vor allem Coca-Cola und McDo-nald´s werden dabei häufig genannt. Unter den Fußball-Affinen werden häufiger Markennamen genannt. Coca-Cola wird hierbei auch deutlich stärker genannt als in der Gesamtbevölkerung. Gleiches gilt auch für den Sportartikelhersteller Adidas.

Die Abfrage im August zeigt ein spannendes Phänomen: Die Werbung wirkt nicht nur auf die Sportartsympathisanten sondern auch auf den Rest der Bevölkerung. Die Unterschiede bei der Anzahl der Nennungen zwischen Fußball-Asketen und Fuß-ball-Affinen sind vorhanden, liegen aber nicht weit auseinander.

 

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 1. August – 30. August 2018

Sample:n=1.000 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 018081

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PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Fußball-WM...