AKTUELLE DEMOSKOPISCHE STUDIEN
ZU WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT
 
NR. 17 | 2018

 

 
 

DIGITALISIERUNG: DIE AKZEPTANZ VON ROBOTERN UND MASCHINEN IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN – DAS POTENTIAL VON DIGITALEN (SPRACH)ASSISTENTEN

Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

 

Rasenmähen und Staubsaugen sind die Tätigkeiten, die Herr und Frau Österreicher am ehesten von einer Maschine bzw. einem Roboter erledigen lassen würden. Insgesamt würde die Bevölkerung mehrheitlich aber die typischen Haushaltstätigkeiten und Agenden in den eigenen vier Wänden noch nicht einem Roboter anvertrauen. Im Gegenteil findet sich sogar zwischen einem Drittel und über der Hälfte der Bevölkerung, die eine Assistenz in den abgefragten Tätigkeiten ausschließt.

Rund drei Fünftel der Bewohner der Alpenrepublik ist ein digitaler Sprachassistent bekannt, einem Drittel noch nicht. Bereits jeder fünfte Österreicher nutzt eine persönliche Sprachsteuerung, also eine Software, die einfache Aufgaben und Dienste durch sprachliche Aufforderung erledigen kann. Vor allem jüngere Personen und Personen mit höherer Bildung nehmen solche Dienste vergleichsweise häufiger in Anspruch. Vorteile sind neben der bequemen und praktischen Nutzung vor allem die einfache Bedienung, die Zeitersparnis und die Erleichterung. Gegen die Nutzung dieser Dienste wird kaum ein Grund als zentraler Nachteil genannt. Es scheint, dass sich das Bedürfnis bislang noch nicht allzu stark unter der Bevölkerung entwickelt hat. Besonderes Potential hätten die sprachgesteuerten Dienste im Auto.

 

Das Versprechen des Fortschritts und der Digitalisierung basiert auf der Idee, das Leben der Menschen einfacher und bequemer zu machen. Man sollte sich etwa nicht mehr mit den vielen lästigen Tätigkeiten im Haushalt plagen müssen, sondern einem Roboter die Arbeit überlassen und stattdessen die Zeit sinnvoller nutzen können.

Um diesen neuen Technologien auf der demoskopischen Spur zu sein, führte der IMAS-Forschungsstab eine empirische Studie durch, die den Eindruck der Bevölkerung von solchen (bald verfügbaren) neuartigen Entwicklungen und Angeboten untersuchte.

Im Zentrum der Überlegung lag neben den Grundbedürfnissen der Menschen vor allem die Innovationsfreudigkeit. Denn neben der technischen Machbarkeit und der juristischen Einschätzung liegt es immer noch an der Akzeptanz der Menschen, ob sich eine technische Innovation am Ende mehrheitsfähig durchsetzt.

Um die Bedürfniswelt der Bevölkerung zu erheben und zu erkennen, wie groß das Potential für den Einsatz von Maschinen und Robotern in der Hausarbeit ist, wurden zu Beginn des demoskopischen Interviews unterschiedliche Tätigkeiten im Haushalt abgefragt.

image

 

Insgesamt erscheinen den Österreichern drei der abgefragten Tätigkeiten als besonders geeignet, durch einen Roboter erledigt zu werden: Rasenmähen, Staubsaugen und Gartenarbeit allgemein. Die Ergebnisse in der TOP-Box (sehr gerne erledigen lassen) weisen aber darauf hin, dass die Österreicher bisher nicht unbedingt mit großer Sehnsucht auf die helfende mechanische Hand gewartet haben. Bei Tätigkeiten wie auf die Kinder aufpassen oder Einkaufen gehen zeigt sich eine deutliche Ablehnung. Dies kann neben einem skeptischen Blick auf die Technik vor allem damit zu tun haben, dass man diese Tätigkeiten auch selbst gerne macht.

Rund drei Fünftel der Bewohner der Alpenrepublik ist ein digitaler Sprachassistent bekannt, einem Drittel noch nicht. Personen unter 60 Jahren und Personen mit höherer Bildung weisen eine über-durchschnittliche Kenntnis auf.

Bereits jeder fünfte Österreicher nutzt eine persönliche Sprachsteuerung, also eine Software, die einfache Aufgaben und Dienste durch sprachliche Aufforderung erledigen kann. Vor allem jüngere Personen und Personen mit höherer Bildung nehmen solche Dienste vergleichsweise häufiger in Anspruch.

Vorteile sind neben der bequemen und praktischen Nutzung vor allem die einfache Bedienung, die Zeitersparnis und die Erleichterung. Gegen die Nutzung dieser Dienste wird kaum ein Grund als zentraler Nachteil genannt. Am ehesten wird der Bedarf an einer solchen Software allgemein verneint. Mitzuschwingen scheint aber auch die Frage des Missbrauchs, der von acht Prozent der Nicht-Nutzer genannt wird.

Es scheint, dass sich das Bedürfnis für Sprachsteuerungen bislang noch nicht allzu stark unter der Bevölkerung entwickelt hat. Besonderes Potential hätten die sprachgesteuerten Dienste im Auto.

Dokumentation
 
 

Zeitraum der Umfrage: 13. Juni – 6. Juli 2018

Sample:n=1.019 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quotaauswahl, face-to-face

Archiv-Nummer der Umfrage: 018061

image

 

PDF des vollständigen Reports mit zusätzlichen Charts: Sprachassistenten...